Senioren-DM Halle und Winterwurf

Lutz Kohlhaas (Spvgg. Wildenburg), der, wie bereits gemeldet, bei den Deutschen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften in Düsseldorf seinen größten Erfolg feiern konnte und Deutscher Meister über 800 Meter der M40 wurde, sprach von einem unrhythmischen Rennverlauf. Doch obwohl es nach dem Start ständige Führungs- und Positionswechsel gab, hatte er jederzeit die Übersicht und seine Hauptgegner, die er von zahlreichen Wettkämpfen mittlerweile alle kennt, gut im Blick. 150 Meter vor dem Ziel setzte sich der Schaurener an die Spitze des Feldes und gab sie nicht mehr ab. Mit der Zeit von 2:06,89 Minuten kam er 38/100 Sekunden vor Klaus Kruse (OSC Berlin) ins Ziel. Einen Tag später ging Kohlhaas schon wieder über 3000 Meter an den Start und kam in 9:34,92 Minuten auf Rang fünf. Er war der einzige Athlet seiner Altersklasse, der beide Rennen durchstand. Allerdings machten sich die letzten 1000 Meter die Strapazen vom Vortag bemerkbar und er bekam schwere Beine. Wladimir Jalosa (LC Schifferstadt) konnte in der M40 überraschend Vizemeister mit der 4x200m-Staffel der StG Pfalz Master Team werden. Die Startgemeinschaft aus der Pfalz (1:42,02 Min.) wurde nur von der LG Friedberg-Feuerbach (1:39,09 Min.) besiegt. Auch in den Einzelrennen der M45 überzeugte der Idarer duch gute Leistungen. Er wurde Achter über 200 Meter (25,89 Sek.) und Sechster über 400 Meter (57,23 Sek.). Für seinen Vereinskameraden Frank Becker kam schon beim Aufwärmen für die 200 Meter das frühe DM-Ende. Der Göttschieder zog sich eine schwere Verletzung zu und konnte nicht mehr antreten. Stefan Weber (LG Idar-Oberstein), der Diskus-Vizemeister der M45, war zwar mit seiner Platzierung, jedoch nicht mit der schwachen Weite von 27,71 Meter, zufrieden. Doch bei den unfreundlichen Bedingungen für die Werfer, die mit Regen- und Schneegestöber und einem nassen und rutschigen Wurfring zu kämpfen hatten,  war nicht mehr drin. Originalton Weber: „Ich habe überlebt.“ Mit dem Speerwurf konnte der Idarer, der schon zweimal Deutscher Winterwurf-Meister in dieser Disziplin war, zufrieden sein. Mit guten 42,47 Meter sicherte er sich den fünften Platz. Nicht zufrieden war Emmerich Kiss (VfR Baumholder), der im Hammerwurf der M70 zwar Vierter wurde, aber mit einem Medaillenplatz gerechnet hatte. Bei Minus-Temperaturen um die sieben Grad schaffte der Baumholderer im vierten Versuch mit 39,35 Meter zwar Saisonbestleistung, doch mit dem Versuch davor hatte der 72-Jährige Riesenpech. Das 4-Kilo-Gerät landete bei ungefähr 41,50 Meter knapp außerhalb des Sektors.  Diese Weite hätte zu Platz zwei gereicht. Etwas Glück fehlte auch Britta Bender (TuS Kirn), die als Kugelstoß-Vizemeisterin der W35 nur um einen Zentimeter den Titel verfehlte. Die Mackenrodterin stieß 11,28 Meter, ihre Bezwingerin Tanja Treude (LG Wittgenstein) 11,29 Meter. Beide vollbrachten ihre Tages-Bestleistung im ersten Durchgang. Ulrike Dupré (LG Idar-Oberstein) konnte wie schon 2012 wieder Vizemeisterin im Stabhochsprung der W50 werden. Allerdings war die 51-jährige Tiefensteinerin mit den übersprungenen 2,60 Meter unzufrieden, zumal sie im letzten Jahr mehrmals drei Meter übersprang.

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