Deutsche Hallenmeisterschaften und Deutsche Winterwurfmeisterschaften

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften und den Deutschen Winterwurfmeisterschaften der Senioren in Erfurt erreichte nur einer der beiden heimischen Athleten sein anvisiertes Wunschziel, eine Medaille zu erobern. Der andere verfehlte dieses Vorhaben ganz knapp. Der Hammerwerfer Emmerich Kiss (VfR Baumholder), der in Thüringen sein Meisterschafts-Debüt in der Altersklasse M75 feierte, hatte dieses Mal einmal das Wettkampfglück auf seiner Seite. Der Baumholderer warf im dritten Versuch das 4-Kilo-Gerät ausgezeichnete 37,61 Meter weit und sicherte sich mit einem Vorsprung von mehr als einem Meter den Bronzemedaillenplatz. Mit dieser Leistung verbesserte der noch 74-Jährige gleichzeitig den Rheinland-Rekord (33,22 Meter) der M75 um über vier Meter. Nicht ganz so gut lief es für Lutz Kohlhaas (Spvgg. Wildenburg), der im 800-Meter-Lauf der M40 als Vierter nur um 1/100 Sekunde in 2:15,98 Minuten hauchdünn den dritthöchsten Podiumsplatz verpasste. In einem typischen Meisterschaftsrennen, das von Anfang verbummelt wurde, konnte sich der Schaurener erst 150 Meter vor dem Ziel in den Kampf um die vorderen Plätze einbringen. Doch laut eigener Aussage war dies  spät. „Ich hätte mich schon früher weiter nach vorne orientieren müssen, bei diesem langsamen Lauf. Es war heute mehr drin“,  war seine Selbsterkenntnis kurz nach m Zieldurchlauf. Obwohl Rang vier bei einer DM durchaus als Erfolg zu werten ist, zumal man vorher erst einmal eine hohe Qualifikationsleistung erbringen muss, um überhaupt startberechtigt zu sein, war  Lutz Kohlhaas als vorjähriger Vizemeister mit diesem Ergebnis nicht zufrieden. Aber der Rheinland-Pfalz-Crossmeister hat am nächsten Samstag schon wieder die Chance auf Wiedergutmachung. Er startet dann bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften in Markt Indersdorf in der Nähe von Dachau.

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