37th Marine Corps Marathon – „Hurry up, Sandy is behind you“

Er gehört zu den weltweit zehn bedeutendsten Wettkämpfe seine Art. 43.600 Läufer (Marathon, 10 km, 10 Miles und Healthy Kids Fun Run) nahmen am 28.10.2012 am Marine Corps Marathon in Washington D.C.  teil. Trotzdem wird er von den Europäern erstaunlicherweise gering besucht. Ca. 20 Läufer aus Österreich und Deutschland waren es in den letzten Jahren. Das Gros der Läufer meistert traditionell seine Anreise zur Startlinie mit der Metro. Ausgestiegen wird an der Haltestelle Pentagon. Als die Nationalhymne ertönt, erscheinen 2 Kampf-Jets und signalisieren wer hier das Sagen hat. Die Kulisse wird geprägt von über 2.000 sehr freundlichen Marines, die fleißig Getränke verteilen, als Sanitäter, Streckenposten, Pusher und Zeitansager fungieren. Das Auftaktsignal ertönt, wie sollte es anders sein, durch eine Kanone, bei der man zuerst mal in eine Schockstarre verfällt. Gleich bei Kilometer 1 ein Plakat: Hurry up, Sandy is behind you!

Mit der Andeutung auf den Hurricane, der ein paar Stunden später die Ostküste erreichte sollte.  Die ersten  Kilometer haben knackige Anstiege, wobei man sich an Hopkinton-Boston erinnert. Man erlebt hier, trotz den hunderttausenden schreienden Zuschauern,  den Indian Summer (warme Witterung und intensive Blattfärbung) pur. Ab The Mall, Kilometer 15, folgt nahezu jedem Schritt eine bekannte Sehenswürdigkeit: Lincoln Memorial, Weißes Haus, Washington Monument, Kapitol und unzählige Museen präsentieren sich wie Perlen an einer Kette. „Beat the Bridge“ (Rachambeau Memorial Bridge) wird passiert. Vorbei am Pentagon rennen die insgesamt 23.515 Marathon-Finisher am Heldenfriedhof Arlington entlang. Nach den unzähligen weißen Gräbern  wartet noch eine letzte bissige Steigung zum Ziel am Marine Corps Memorial. Auch die zwei heimischen Langstreckler Tobias Kalina M20 (Team Kalina-Funktechnik/Niederwörresbach) und Martin Knapp M50 (Lauftreff Schwollen) absolvierten gemeinsam die Höhepunkte und unvergesslichen Momente beim „The People‘s Run“ in der Hauptstadt der USA. Für die beiden stand nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund, sondern mehr dieses einmalige Erlebnis. Trotzdem ließen die zwei Sportsfreunde, die gemeinsam als 1296. die Ziellinie überquerten, noch 22 219 Männer und Frauen hinter sich.

Im Bild: Martin Knapp (2913, links), Tobias Kalina (2928, rechts)

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